Workshop Flexible Arbeitszeitmodelle 


Im Zusam­men­hang mit der Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie kommt dem Thema fle­xi­ble Arbeits­zei­ten eine zen­trale Rolle zu. Vor allem in den ers­ten Jah­ren nach der Eltern­zeit wün­schen sich viele Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter pas­sende Teil­zeit­an­ge­bote von ihrem Arbeit­ge­ber. Ein nach­voll­zieh­ba­res Anlie­gen, das Unter­neh­men jedoch immer wie­der vor Her­aus­for­de­run­gen stellt. Einige Pro­jekt­teil­neh­mer sind des­halb mit der Bitte an uns her­an­ge­tre­ten, einen Work­shop zum Thema zu ver­an­stal­ten und zum Erfah­rungs­aus­tausch einzuladen.

Gesagt, getan. Am 03.04.2013 fand in den Räum­lich­kei­ten unse­res Koope­ra­ti­ons­part­ners, der IGZ Mag­de­burg, der Work­shop „Wett­be­werbs­fä­hi­ger und fami­li­en­freund­li­cher durch fle­xi­ble Arbeits­zeit­ge­stal­tung“ statt. Ziel war es, mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men, Denk­an­stöße zu geben und Wege auf­zu­zei­gen, wie eine Fle­xi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zeit trotz aller Beden­ken und ein­ge­fah­re­ner Rou­ti­nen mög­lich ist.

Fle­xi­bel ist nicht gleich flexibel

Gleich zu Beginn ver­kün­dete Arbeits­zeit­ex­per­tin Dr. Chris­tiane Lin­de­cke aus Kas­sel die schlechte Nach­richt: Es gibt nicht das eine fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­dell, das sich allen Unter­neh­men bran­chen­über­grei­fend ver­ord­nen lässt. Das Thema ist kom­plex und eine Paten­lö­sung ist (lei­der) nicht in Sicht. Viel­mehr gilt es für jedes Unter­neh­men, das Modell zu fin­den, das den Bedürf­nis­sen der Beleg­schaft gerecht wird und sich in gewach­sene Struk­tu­ren und Arbeits­ab­läufe inte­grie­ren lässt. Hier­für ste­hen ver­schie­dene Arbeits­zeit­mo­delle zur Ver­fü­gung, die sich unter­ein­an­der kom­bi­nie­ren und je nach Bedarf unter­schied­lich orga­ni­sie­ren lassen.

Dabei las­sen sich Arbeits­zei­ten nicht mal eben über Nacht fle­xi­bi­li­sie­ren, so Lin­de­cke. Viel­mehr gilt es, alle Betei­lig­ten mit ins Boot zu holen und in klei­nen Pro­jekt­grup­pen her­aus­zu­fin­den, was von der Beleg­schaft gewünscht wird und was im vor­ge­ge­be­nen orga­ni­sa­to­ri­schen Rah­men mög­lich ist. Ein Arbeits­zeit­pro­jekt kann neun bis 12 Monate in Anspruch neh­men, wobei 6 Monate für die Test­phase ein­ge­plant wer­den soll­ten. Nur durch aus­gie­bige Test­pha­sen lässt sich her­aus­fin­den, was funk­tio­niert und was noch ein­mal über­dacht wer­den sollte, so die Exper­tin. Ihr Vor­schlag: Ein­fach mal aus­pro­bie­ren und schauen, wel­che Rege­lun­gen am bes­ten funk­tio­nie­ren und ange­nom­men werden.

So kann es gehen – Die GISA aus Halle

Im Best Practice-Vortrag von Frau Anja Kutz­ler, Bereichs­lei­te­rin Wissens- und Per­so­nal­ma­nage­ment bei der GISA GmbH aus Halle, ging es um die Pra­xis­taug­lich­keit der vor­ge­stell­ten Modelle und ihre Ein­bet­tung in eine fami­li­en­freund­li­che Unternehmenspolitik.

Als IT-Unternehmen hat die GISA schon früh­zei­tig die Fol­gen des Fach­kräf­te­man­gels zu spü­ren bekom­men und sich als Arbeit­ge­ber­marke dem­ent­spre­chend posi­tio­niert. Mit dem Ziel den begehr­ten IT-Nachwuchs für sich zu gewin­nen und im Unter­neh­men zu hal­ten, setzte die GISA des­halb ver­stärkt auf eine fami­li­en­freund­li­che Unter­neh­mens­kul­tur. 2010 ließ sich das Unter­neh­men durch das bun­des­weite Audit Beruf und Fami­lie zer­ti­fi­zie­ren und ver­pflich­tete sich damit Bewusst zur Nach­hal­tig­keit der ein­mal ins Leben geru­fe­nen Maß­nah­men. Neben der Unter­stüt­zung im Bereich Kin­der­be­treu­ung, Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten für Fami­lien und dem Begrü­ßungs­geld für den GISA-Nachwuchs setzt der Arbeit­ge­ber auf Home-Office-Regelungen und Vertrauensarbeitszeiten.

Ein Kon­zept, das sich auch betriebs­wirt­schaft­lich auf­geht: Gerin­gere Fluk­tua­tion, weni­ger Krank­heits­tage, eine erhöhte Pro­duk­ti­vi­tät und eine damit ein­her­ge­hende höhere Leis­tungs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens am Markt, das sind nur einige der posi­ti­ven Effekte, die Kutz­ler in ihrem Vor­trag aufführte.


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